Unsere Projekte

FLEXIBLES MONITORING TOOL FÜR LANGZEITMESSUNGEN CO2/METHAN (FLEXMOT).

Projektpartner

  • Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD
  • Kongsberg Maritime Contros GmbH
  • Oktopus GmbH
  • LEONI Special Cables GmbH
  • GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung

Projektvolumen:

2.5 Mio. €, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Laufzeit

2013 – 2015

Projektziel

Ölleckagen an Offshore-Ölförderplattformen können weitreichende Folgen für die Meeresumwelt und letztlich auch den Menschen haben. Das Projekt FlexMoT sollte es ermöglichen Leckagen schon frühzeitig und kosteneffizient zu erkennen, damit entsprechende Maßnahmen schnell ergriffen werden können.

Zielsetzung für das Projekt FLEXMOT war die Entwicklung eines flexiblen Monitoring-Tools als Langzeitmesssystem, aber auch als Notfallsystem mit geringstem Rüstaufwand und schneller Datenverfügbarkeit. Dieses Monitoring-System soll im Schwerpunkt in den Bereichen der Umweltüberwachung im Umgebungswasser von Offshore Öl- und Gasproduktionsplattformen und im Bereich von Offshore-Windanlagen eingesetzt werden. Es ermöglicht die genaue Messung von Gaskonzentrationen wie Methan und anderer Umweltparameter im Meereswasser als Hinweis auf Leckagen. Das Gerät bietet zudem die Möglichkeit, für mehrere Monate und in Spitzenzeiten bis zu einem Jahr autonom zu arbeiten, kontinuierlich Messdaten aufzunehmen und diese in vorbestimmten Zeitzyklen an eine zentrale Datenempfangsstation abzugeben.

Ergebnisse:

Das Monitoringsystem mit seinen mechanischen, elektronischen und sofwaretechnischen Komponenten wurde im Projektverlauf komplett konzipiert, prototypisch umgesetzt und in praktischen Tests im Unterwassereinsatz validiert.

Während der Ausfahrt AL 436 mit dem Forschungsschiff Alkor des GEOMAR im Mai 2014 wurde der erste System-Prototyp in einem Gebiet mit starken Methanaustrittsquellen erprobt. Dafür wurde die sogenannte Wellsite 22/4b in der britischen AWZ ausgewählt, da dort seit einem Blowout im Jahr 1990 ein permanenter Gasaustritt vom Meeresboden in die Atmosphäre stattfindet. Während der Fahrt wurde auch eine Vielzahl von parallelen CTD-Messungen durchgeführt, um einerseits Testdatensets für die Software zu erzeugen und andererseits Referenzmessungen für die profilierenden FlexMoT-Instrumente zu erhalten. Nach Trockentests des kompletten zweiten Prototyps inklusive der Datenübertragungspipeline mit GSM-Kommunikation wurde das System dann während der Ausfahrt AL 459 erneut im Feld getestet. Diese Erprobung fand im Juli 2015 in einem Arbeitsgebiet im südlichen Kosterfjord (Schweden), nahe der Insel Ramsö statt. Anschließend wurde dieser Prototyp auch in einem Gebiet nahe Boknis Eck in der südwestlichen Ostsee erprobt. Bei diesen Tests wurden nicht nur die Deployment- und Release-Konzepte, sondern auch der Datentransfer

von der Basisstation am Meeresboden zum Datenempfangsserver mit den entwickelten Datenkurieren erfolgreich erprobt. Teilmodule des entwickelten Systems werden in aktuellen Produkten der Projektpartner bereits kommerzialisiert.

Bilder:

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