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Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)

Küsten- und Randmeere sind die Forschungsobjekte des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde. Sie stehen unter einem hohen Nutzungsdruck und sind gleichzeitig die produktivsten Meeresgebiete der Erde. Zu verstehen, wie sie sich unter der gesellschaftlichen Einflussnahme und im Zuge des Klimawandels verändern, ist daher eine wichtige Aufgabe im Sinne der Nachhaltigkeit.

Im Fokus der Forschungsaktivitäten des IOW steht die Ostsee, die mit ihrem durch die engen Verbindungen zur Nordsee eingeschränkten Wasseraustausch und ein sehr großes Einzugsgebiet quasi ein Paradebeispiel für ein Küstenmeer unter Nutzungsdruck ist. Gleichzeitig bietet das breite Spektrum an Umweltbedingungen in der Ostsee den Forscherinnen und Forschern des IOW einen idealen Rahmen, um hier – vor unserer Haustür - die unterschiedlichsten Fragestellungen der modernen Meeresforschung untersuchen zu können.

Mit der Biologischen und Physikalischen Meereskunde, der Meereschemie und der Marinen Geologie sind alle vier Grunddisziplinen der Meeresforschung am IOW vertreten. Dadurch wird ein interdisziplinärer Ansatz möglich.

Zu den wichtigen Querschnittsaufgaben des IOW gehört die Erhebung von Langzeitdatenserien in der Ostsee. Das geschieht sowohl im bundesdeutschen Auftrag für die Helsinki-Kommission, als auch im Rahmen des eigenen Forschungsprogrammes. Auf der Basis regelmäßiger Datenerhebung verfasst das Institut jährliche Zustandseinschätzungen.

Für die Arbeit auf der Ostsee steht dem IOW das Forschungsschiff ELISABETH MANN BORGESE zur Verfügung. Darüber hinaus hat das Institut Zugang zu den Schiffen der deutschen Forschungsflotte, wie zum Beispiel zu FS METEOR oder FS MARIA S. MERIAN. Außerdem arbeitet das IOW an der Weiterentwicklung von innovativer Messtechnik. Denn angesichts der Größe der Meere und der Vielzahl der hier ablaufenden Prozesse können Messungen nur lückenhaft sein und so gehört es zu den Herausforderungen der Meeresforschung, aus diesen Daten so viel Informationen wie möglich zu gewinnen. Dafür werden am IOW neue Techniken, Methoden und Auswerteverfahren entwickelt.

Das IOW in Zahlen
Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das IOW von Bund und Ländern grundfinanziert; daneben werben die MitarbeiterInnen Drittmittel ein. Als Gesamtbudget stehen dem IOW pro Jahr im Schnitt gut 20 Mio. Euro zur Verfügung. Von den rund 220 Beschäftigten sind etwa die Hälfte Forscherinnen und Forscher.

Kontakt

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Seestraße 15 • 18119 Rostock | Tel: +49 (0)381-51 97 0
www.io-warnemuende.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Joanna J. Waniek | Tel.: +49 381 5197 300 | joanna.waniek@io-warnemuende.de
Dr. Regine Labrenz (IOW-Technologietransfer) | Tel.: +49 381 5197 124 | regine.labrenz@io-warnemuende.de